18. November 2019: Advent und Weihnachten fair gestalten

In der Advents- und Weihnachtszeit beschenken wir einander im Gedenken an die Geburt Jesu, Gottes Geschenk an die Welt. Doch viele Geschenkartikel werden in den Ländern des Südens hergestellt, oftmals unter menschenunwürdigen Bedingungen für die Beschäftigten.

Der Faire Handel bietet dazu eine Alternative. Er bietet den Produzent*innen gerechte Löhne, soziale Absicherung und Bildung und dadurch ein Leben in Würde.

ab Montag, dem 25. 11. 2017

finden Sie im Sozialladen wieder eine Auswahl an Krippen aus Ton, Olivenholz, Filz und Speckstein sowie anderen Weihnachtsschmuck und Grußkarten, z.B. aus Nepal, Peru, Palästina, Bangladesch, Indien und Kenia.

Gewürze für Ihre Weihnachtsbäckerei, fair gehandelte Schoko-Nikoläuse und Foto-Kalender von Brot für die Welt/Misereor sind ab sofort erhältlich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Für die Weihnachtsdekoration ist der Laden am Samstag, den 23. 11. geschlossen.

04. November 2019: Vielfältige Aktivitäten für nachhaltiges und soziales Wirtschaften

Seit seiner Gründung fördert der Sozialladen durch verschiedene Angebote und Sammelaktionen nachhaltiges und Ressourcen schonendes Wirtschaften.

Dazu gehören von Anfang an ein breites Angebot an Second-Hand-Bekleidung  für Damen, Herren und Kinder, sowie ein Nähservice für Reparaturen und Änderungen. Wenn Kleidung weitergetragen und repariert wird, spart das Rohstoffe, Transporte und Müll. Saubere, unbeschädigte Kleidung nehmen wir gern als Spende entgegen. Tragbare Kleidung, die wir selbst nichtverkaufen können, geben wir z. B. an Aktion Hoffnung oder die Diakonie Herzogsägemühle in Oberbayern weiter.

Seit Beginn besteht eine Sammlung für Korken zugunsten des  diakonischen Epilepsie-Zentrums Kork bei Kehl. Die Korken werden zu Korkplatten und Dämmmaterial weiterverarbeitet. So wird dieser wertvolle Rohstoff langfristig weiter genutzt.

Ihre gebrauchten Briefmarken geben wir an die Diakonie Herzogsägemühle weiter. Dort werden sie sortiert und als Kiloware oderabgelöst an den Briefmarkenhandel oder direkt an Sammler verkauft. In der Briefmarkenstelle finden Menschen mit psychischer Behinderung einen  festen Arbeitsplatz.

Für das Sozialladenteam  Christa Magauer 

18. Oktober 2019: Faire Geschenke

Sie  möchten zu Geburtstagen, Jubiläen, in der Vorweihnachtszeit oder auch das Jahr über etwas verschenken und nicht nur dem Beschenkten etwas Gutes tun, sondern  dabei auch  fair und sozialverträglich handeln? Dazu haben Sie mit den Geschenkkörben des Sozialladens eine gute Gelegenheit.

Wenn Sie dafür zum Beispiel Produkte des Nudelhauses Trossingen wählen,  erwerben Sie  hochwertige handwerklich hergestellte Teigwaren und Gebäck ohne die industrieüblichen Zusatzstoffe. Gleichzeitig unterstützen Sie eine soziale Einrichtung der Diakonie Württemberg. Dort können Menschen, die aufgrund von Behinderung oder ihrer augenblicklichen Lebenssituation auf dem 1. Arbeitsmarkt keine Chance haben, Beschäftigung, Anerkennung und ein festes Einkommen erzielen. Nudeln einige Soßen und italienische Gebäckspezialitäten werden selbst hergestellt, Essig , Öl und Pesto werden von kleinen italienischen Familienbetrieben zugekauft, um das Sortiment zu vervollständigen.

Natürlich lassen sich die Geschenkkörbe auch mit anderen Produkten füllen, wir beraten Sie gern.

Im Namen des Sozialladen-Teams: Christa Magauer

02. September 2019: WeltPartner

Wussten Sie schon, dass einer der großen deutschen  Fair-Handels-Importeure sich ganz in Ihrer Nähe in Oberschwaben befindet? Es handelt sich um WeltPartner (früher dwp) in Ravensburg. WeltPartner pflegt eine jahrzehntelange  Zusammenarbeit mit der philippinischen Menschenrechtsorganisation Preda des irischen Paters Shay Cullen, die sich für Gefängniskinder einsetzt und mit verschiedenen sozialen Projekten gegen Kinderprostitution kämpft. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Verarbeitung und der Vertrieb fair gehandelter Mangos.  So hat Preda für viele Familien in den ländlichen Regionen  der Philippinen ein festes Einkommen und damit die Grundlage für ein Leben in Würde geschaffen. Sie können auf ihrem Land bleiben und ihre Kinder zur Schule schicken und landen nicht  in den Slums von Manila. (Die leckeren Mango-Produkte gibt es übrigens im Sozialladen.

WeltPartner engagiert sich aber auch in unserer Region:  Seit 1996 besteht eine Zusammenarbeit mit der BruderhausDiakonie. 50 Personen mit psychischen Beeinträchtigungen arbeiten bei Weltpartner auf integrativen Arbeitsplätzen. Sie übernehmen Dienstleistungen in den Bereichen Abfüllung, Verpackung und Etikettierung. So ermöglicht der Faire Handel auch bei uns Teilhabe von Menschen, die mit einer Benachteiligung leben müssen.

Quelle WeltPartner  Ravensburg

 

Christa Magauer

29. Juli 2019: ... nicht nur Kaffee, Schokolade oder Bananen!

Die meisten Menschen denken beim Stichwort Fair Trade hauptsächlich an Kaffee, Schokolade oder Bananen,  Diesen Fair-Handels-Produkten kann man inzwischen in den meisten Supermärkten begegnen.

Doch die Palette der fair gehandelten Waren umfasst auch eine Fülle von Kunsthandwerksprodukten, die meist nur in Weltläden und ähnlichen Geschäften angeboten werden. Zwei 

Partnerorganisationen aus den Philippinen und aus Indien möchten wir Ihnen vorstellen.                              

  

Salay Philippinen 

eröffnet vor allem Frauen in ländlichen Gegenden neue Perspektiven und ein eigenes Einkommen. Die Organisation unterstützt ProduzentInnen bei der Vermarktung von Produkten aus heimischen Rohmaterialien. Sie nutzen getrocknete Blüten und Pflanzenfasern, die sie u. a. zu handgefertigten Grußkarten verarbeiten. in letzter Zeit wurden darüber hinaus zunehmend Designs mit recycelten Materialien entwickelt. Heute sind mehr als 200 KunsthandwerkerInnen mit der Herstellung und dem Verkauf der Produkte beschäftigt. Für Menschen in ländlicher Umgebung, die kaum Einkommensquellen haben, wurden so neue Perspektiven geschaffen. Frauen spielen bei Salay eine besondere Rolle: Die Gründerin  ist eine Frau, das Management besteht überwiegend aus Frauen und sie stellen auch die Mehrheit der Angestellten. Über verschiedene Gremien ist eine demokratische Beteiligung der Mitarbeiter an allen wichtigen Entscheidungen gewährleistet. So wird auch gemeinsam analysiert, welche Produkte für die Zukunft Erfolg versprechend sind.

 

EMA Indien

EMA (Equitable Marketing Association) organisiert Kontakte zu Fairhandels-Organisationen in aller Welt, um Kunsthandwerker  bei der Vermarktung ihrer Produkte zu unterstützen.

Vor den Toren Kalkuttas, in Baruipur, betreibt die Organisation ein 'Development Centre', das über eigene Produktionsstätten verfügt. Hier findet auch die Produkt- und Designentwicklung  statt. Hier werden Textilien, Lederprodukte, Kerzen, Räucherstäbchen und Musikinstrumente hergestellt. In den Werkstätten finden auch viele Kunsthandwerker mit Behinderungen eine feste Arbeit. Das Zentrum ist nicht nur als Werkstatt, sondern zugleich als Begegnungsort für die Mitarbeiter konzipiert. Die Arbeit bei EMA bedeutet für viele hier, erstmals jeden Tag eine warme Mahlzeit sowie ein festes Einkommen zu bekommen.  

Neben den Mitarbeitern im Development Centre arbeitet EMA mit weiteren ProduzentInnengruppen zusammen.  Entscheidend ist dabei, dass die Gruppen demokratisch organisiert sind, zum Beispiel in Form einer Kooperative. Die ProduzentInnen erhalten Unterstützung durchSchulungen und  im Verkauf ihrer Produkte. Auch Schulstipendien werden an die Kinder von Familien vergeben, um diese aus dem Kreislauf von Armut und Abhängigkeit zu befreien. 

 

Die Informationen über die Handelspartner stammen von dem Fairhandels-Importeur  El Puente.

 

Produkte dieser beiden Organisationen finden Sie bei uns Im Sozialladen.

22. Juli 2019: Fair – Nachhaltig – Sozial

 

 

In dieser Folge unserer kleinen Artikelserie möchten wir zeigen, welches Konzept hinter dem Schlagwort Fairer Handel steht. Denn Fairer Handel hört nicht mit dem höheren Preis auf, sondern beginnt dort erst. Er ist ein ganzheitliches Konzept, das die gesamte Handelskette mit einbezieht.

 

Fairer Handel bedeutet:

°  Zahlung eines von den Produzenten kalkulierten Preises

°  Nicht gewinnorientiertes Wirtschaften

°  Basisdemokratische Strukturen

°  Gewährung einer zinsfreien Vorfinanzierung

°  Langfristige direkte Partnerschaften

°  Transparenz auf allen Ebenen

 

Fairer Handel garantiert:

°  Keine ausbeuterische Kinderarbeit

°  Förderung von sozialen Gemeinschaftsprojekten

°  Ausbau der Qualitätsstandards

°  Entwicklungspolitische Bildungsarbeit

 

Fairer Handel erreicht:

°  eine ganzheitliche Entwicklung in den Partnerländern

°  Ausschalten ausbeuterischer Zwischenhändler

°  Menschenwürdige Arbeitsbedingungen

°  Schaffen von Zukunftsperspektiven

°  Förderung traditioneller Handwerks-und Anbautechniken

°  Stärkung der Bevölkerung in Benachteiligten Regionen

 

Diese Zusammenstellung  haben wir aus einer Veröffentlichung des Fairhandels-Lieferanten El Puente übernommen.

In der nächsten Folge werden wir darstellen, was diese Kriterien konkret für die Im Bereich Kunsthandwerk tätigen Menschen in den Partnerländern bedeutet.

 

Christa Magauer

30. Juni 2019: Aulendorf stellt den Antrag auf Fair Trade Town

Im April 2019 hat der Aulendorfer Gemeinderat beschlossen, den Antrag zu stellen, dass Aulendorf als Fair Trade Town anerkannt wird. 

Der Sozialladen, der im Jahr 2000 am 1. Dezember eröffnet wurde, ermöglicht es den Aulendorfer Bürgern seit nunmehr fast 19 Jahren, fair gehandelte Produkte zu kaufen. Dabei reicht die Angebotspalette von den Standardprodukten wie Kaffee und Tee über ein breites Angebot an Gewürzen bis zu Trockenfrüchten und Nüssen, Reis und Hülsenfrüchten, Süßigkeiten und Schokolade. Über 70% dieser Artikel  sind Bio-zertifiziert.

Wir beziehen sie von anerkannten Lieferanten wie Gepa, El  Puente und der in Ravensburg angesiedelten dwp – die Weltpartner. Diese Unternehmen achten darauf, dass in der gesamten Lieferkette die Standards des Fairen Handels eingehalten werden und legen offen, von welchen bäuerlichen Genossenschaften und Kooperativen die einzelnen Produkte stammen.  

Wer  seinen Kaffee im Sozialladen kauft, kann sicher sein, ein zu 100% fair gehandeltes Produkt ohne den sogenannten Mengenausgleich zu erhalten. Bei weiterverarbeiteten Produkten, wie z. B. Fruchtgummis, ist die Herkunft aller Bestandteile und der Fair-Handels-Anteil in jedem Fall vermerkt. 

Vom Fairen Handel  profitieren in den Ländern des Südens inzwischen über 1,5 Millionen Menschen durch faire Löhne, Ausbildung, Schulbildung der Kinder und Gesundheitsvorsorge.

Über weitere Produkte im Sozialladen, und wie unsere  Grundsätze nachhaltigen und sozialen Wirtschaftens verwirklicht werden, informieren wir in lockerer Folge in den kommenden Ausgaben von Aulendorf Aktuell.

Für das Sozialladenteam
Christa Magauer