Kurzinterviews

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„Was macht eigentlich …………….gerade?“ 

Was macht eigentlich - Hans-Jürgen Seeger gerade?

Bist Du zur Zeit zu Hause oder noch beruflich unterwegs?

Da ich als Tierarzt beim Tiergesundheitsdienst arbeite und die Tiere trotz Corona-Krise krank werden, wird bei uns weiter gearbeitet. Zwar haben wir aktuell weniger Anforderungen und einige Beschränkungen im Außendienst, aber dafür gibt es umso mehr im Büro zu regeln.   

Was machst Du so den Tag über?

Wenn ich arbeite bin ich entweder im Außendienst oder im Büro. Manche Dinge kann ich auch von zu Hause im Home Office erledigen. Einige Tage Überstunden und Resturlaub habe ich auch schon abgebaut. An diesen Tagen und an den Wochenenden können wir dann als Familie im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten was unternehmen. Spazierengehen und Fahrrad fahren sind ja zum Glück noch erlaubt.

Was vermisst Du gerade am meisten? 

Ich vermisse Kontakte zu Freunden, Nachbarn und Berufskollegen. Vor allem fehlen mir unsere wöchentlichen Treffen im Hauskreis. Aber auch der Posaunenchor und der Gottesdienst am Sonntagmorgen fehlen mir.

Welche Aktivitäten tun Dir in der Krisenzeit besonders gut?

Da ich im Beruf einigen Stress hatte, habe ich es zu Anfang der Krise fast genossen, dass einige Termine abgesagt wurden und das Leben sich etwas entschleunigt hat. Wenn ich nicht arbeite ziehe ich mich gerne mit einem Buch zurück, mache mit der Familie ein Tischspiel, gehe spazieren oder fahre Fahrrad.

Was beschäftigt Dich gerade besonders?

Da ich beruflich viel mit Tierseuchen zu tun habe, beschäftigt mich die Ausbreitung von CoVid-19 besonders. Ich sehe was die Krankheit bei uns in den wohlhabenden und gut ausgerüsteten Industriestaaten anrichtet und habe große Sorge vor der Auswirkungen, welche die Pandemie in armen und dicht bevölkerten Ländern und Regionen unserer Erden haben wird. Ich fürchte wir stehen da erst ganz am Anfang.

Ein Bibelwort, das Dir jetzt Mut macht ist:

Die heutige Tageslosung:

Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil fürchten musst.

Zefania 3,15

Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

Markus 4,40

Das wollte ich auch noch sagen:

Ich freue mich über die Solidarität die in diesen Tagen sichtbar wird und hoffe, dass uns die Krise lehrt auf das Wesentliche zu schauen.

Was macht eigentlich - Peter Magauer gerade?

Bist Du zur Zeit zu Hause oder noch beruflich unterwegs?

Beides. Ich bin noch bis Ende April beruflich tätig, bevor ich in den Ruhestand wechsle. Im März standen berufliche Aufgaben, gerade auch veranlasst durch die aktuelle Krise, noch sehr im Vordergrund. Wir haben in der Firma versucht, die notwendigen und sinnvollen Tätigkeiten bei sorgfältiger Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen aufrecht zu halten. Bei den meisten Projekten gibt es nun aber Verzögerungen, darum haben wir individuell für viele Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Ich arbeite seit Monatsbeginn nur mehr zu 50% und bin im Büro inzwischen eher mit Aufräumen und Abschluss beschäftigt, wobei der Abschied von den Kollegen wesentlich beschaulicher erfolgen wird als geplant.

Was machst Du so den Tag über?

Viele meiner Pläne für den Ruhestand haben mit Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten in und um unser Haus zu tun, die ich nun an verschiedenen Ecken in aller Ruhe beginnen konnte.

Was vermisst Du gerade am meisten? 

Mich zwanglos mit anderen Menschen treffen zu können, ohne auf Distanz achten zu müssen. Daneben auch das, was unser Leben bunt macht: Kinder und Enkelkinder besuchen, Ausflüge in die Berge machen, Konzerte besuchen, und gerade zur Passions- und Osterzeit auch die Gottesdienste.

Welche Aktivitäten tun Dir in der Krisenzeit besonders gut?

Das weiter zu tun, was ich auch sonst gemacht hätte, sofern es keine Ansteckungsgefahr mit sich bringt, gegebenenfalls eben in veränderter Form. Dabei auch die schönen Seiten bewusst zu erleben: mehr Zeit haben mit Christa und für mich selbst, Natur und Garten genießen, die Kontakte nach außen im Rahmen der Möglichkeiten pflegen.

Was beschäftigt Dich gerade besonders?

Die Frage, wie es nach der Krise weitergeht. Wie und wann könne wir wieder das tun, was uns wichtig ist? Was möchten wir dann vielleicht anders machen als vorher? Und wie schlimm wird es die Regionen treffen, die erst am Anfang der Epidemie stehen?

Ein Bibelwort, das Dir jetzt Mut macht ist:

Das ist vielleicht nicht sehr originell, aber ich denke gerade jetzt gern an Psalm 23. In diesen Tagen nehme ich täglich in dichter Folge Licht und Finsternis wahr, wenn ich zum Beispiel untertags den blühenden Garten und abends eine Nachrichtensendung sehe.

Das wollte ich auch noch sagen:

Ich glaube, dass es vielen von uns trotz aller Einschränkungen doch recht gut geht: Ich bin jedenfalls froh, in Aulendorf zu leben, nicht nur, weil es hier schön ist, sondern auch weil wir ein Gemeinwesen haben, das es trotz mancher Unzulänglichkeiten doch ganz gut schafft, noch größeres Leid durch die Pandemie zu vermeiden.

Was macht eigentlich - Birgit Schaaf gerade?

Bist Du zur Zeit zu Hause oder noch beruflich unterwegs?

Mein Arbeitgeber hat mich in eine besondere Mission geschickt. Ich bin mit der Herstellung von Behelfsmasken beschäftigt.

Was machst Du so den Tag über?

Ich sitze an der Nähmaschine und nähe, und nähe ...

Was vermisst Du gerade am meisten? 

Die Gemeinschaft, das Singen und Beten.

Welche Aktivitäten tun Dir in der Krisenzeit besonders gut?

Die Entschleunigung kommt mir sehr entgegen. Mein Tagesablauf ist ganz einfach, ich habe keine Termine, deshalb fahre ich häufig mit den Fahrrad zur Arbeit.

Was beschäftigt Dich gerade besonders?

…dass ich liebe Menschen, zum Beispiel meine Mutter im Pflegeheim,  nicht besuchen kann.

…dass viele Menschen einsam sind und manche einsam sterben müssen.

Ein Bibelwort, das Dir jetzt Mut macht ist:

Die Losung vom 20. März begleitet mich durch die Coronazeit:

Der Herr deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes!      
Psalm 27,5

Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und in Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark!          
2. Korinther 12,10

Das wollte ich auch noch sagen:

Dass wir gestärkt aus dieser Krise gehen!

Und - Bitte bleib gesund!

Was macht eigentlich - Jörg Messner gerade?

Bist Du zur Zeit zu Hause oder noch beruflich unterwegs?

Grundsätzlich bin ich noch im Büro, auch wenn aktuell keine Außentermine und auch keine Veranstaltungen im Haus möglich sind. Da konzentriert die Arbeit sich auf die Bürotätigkeiten und Anfragen und Beratungen per mail und Telefon. Nach Ostern habe ich ein paar Tage frei.

Was machst Du so den Tag über?

Tagsüber bin ich bei der Arbeit. Ab dem späten Nachmittag bin ich daheim und habe Zeit für die Familie und was sonst noch an Arbeiten in Haus und Garten ansteht.

Was vermisst Du gerade am meisten? 

Die persönliche Gemeinschaft mit anderen Christen in Gottesdienst oder Posaunenchor. Und aktuell im Besonderen die Ostergottesdienste.  Zudem auch das ungezwungene Treffen mit Freunden und Bekannten zu gemeinsamen Aktivitäten.

Welche Aktivitäten tun Dir in der Krisenzeit besonders gut?

Gemeinsame Chats über Skype oder Zoom im Hauskreis und auch das gemeinsame Bibellesen und Gebet in der Familie. Ich bin dankbar auch für die vielen online-Angebote mit Gottesdiensten. Auch dass ich noch normal zur Arbeit gehen kann und damit einen relativ normalen Alltag habe. Zudem Bewegung an der frischen Luft, im Garten, beim Spazieren oder Fahrradfahren.

Was beschäftigt Dich gerade besonders?

Dass vielfach eine starke Verunsicherung, teilweise auch Angst zu spüren ist. Ich habe das Gefühl, dass eine gewisse Lähmung uns erfasst hat, die sich entweder in Abschottung oder in Arbeitsaktivität in Haus und Garten äußert. Da wünsche ich mir, dass wir Christen da noch mehr Zuversicht und Fröhlichkeit verbreiten. Denn wir haben in Jesus Christus einen Halt, der auch in Krisenzeiten trägt.

Ein Bibelwort, das Dir jetzt Mut macht ist:

5. Mose 31, 6: Seid stark und mutig! Habt keine Angst und erschreckt euch nicht. Der Herr, euer Gott wird selbst mit euch gehen. Er wird euch nicht verlassen und euch nicht im Stich lassen.

Sprüche 17, 22: Ein fröhliches Herz ist die beste Medizin, ein verzweifelter Geist aber schwächt die Kraft eines Menschen.

Das wollte ich auch noch sagen:

Wir feiern Ostern. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Ich wünsche uns allen, diese Osterfreude auch im Besonderen zu erleben.

Was macht eigentlich - Dietlind Zigelli gerade?

Bist Du zur Zeit zu Hause oder noch beruflich unterwegs?

Ich bin zuhause und unterrichte meine Blockflöten- und Oboenschüler online per Skype.

Was machst Du so den Tag über?

Wir versuchen zu dritt, dem Tag weiterhin Struktur zu geben, d.h., frühes Aufstehen, Morgensport, Unterricht, Hausarbeit, gemeinsame Mittagspause, Hausaufgaben online(Lukas), Bewegung an der frischen Luft, Ausmisten oder Räumen im und am Haus, Lagerfeuer im Garten, Lesen im Liegestuhl, Geniessen und Beobachten der Natur so intensiv wie selten zuvor!

Was vermisst Du gerade am meisten?

Auf jeden Fall den direkten Kontakt mit unseren anderen 4 Kindern und unserem Enkelkind, mit meiner Mutter nach dem Tod meines Vaters vor 3 Wochen, und dann das gemeinsame Singen und Musizieren in Chor, Orchester, Instrumentalgruppen.

Welche Aktivitäten tun Dir in der Krisenzeit besonders gut?

Viel lesen, Bewegung an der Luft, Innehalten beim Gebet oder einer kurzen Meditation, beim Spielen auf dem Instrument oder gemeinsamen Singen und Spielen in der Kleinfamilie.

Was beschäftigt Dich gerade besonders?

Wie wir friedlich miteinander ,kreativ , vertrauensvoll und ohne zu große Ängste mit dieser Situation umgehen und im Glauben Halt finden können.

Ein Bibelwort, das Dir jetzt Mut macht ist:

Wenn ich im Gebet Halt suche, bete ich sehr gerne immer wieder auswendig Psalm 23:

"Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln..."

Das wollte ich auch noch sagen:

Lasst uns in dieser schwierigen Zeit offen und vertrauensvoll miteinander umgehen. Als Gläubige dürfen wir das Zutrauen haben, dass wir auch diese Krise gemeinsam meistern werden.

Was macht eigentlich - Carola Zweifel gerade?

Bist Du zur Zeit zu Hause oder noch beruflich unterwegs?

Mein Arbeitsplatz hat sich stark verändert, ich arbeite derzeit im Klinikum Friedrichshafen.

Was machst Du so den Tag über?

...nach der Arbeit bin ich viel zu Hause, das ist eher ungewöhnlich für mich. Ich erledige Hausarbeiten und räume auf –und finde plötzlich Dinge die ich schon lange gesucht habe. Außerdem versuche ich mich im Klavierspielen.

Was vermisst Du gerade am meisten? So wie es sicher allen geht...

das komplette Beisammensein mit meiner Familie , die Treffen mit meinen Freunden, den Gottesdienst und das Gemeindeleben. Den unbeschwerten Kontakt mit anderen Menschen,

Welche Aktivitäten tun Dir in der Krisenzeit besonders gut?

Laufen in der Natur, ein gutes Buch lesen, Telefonieren

Was beschäftigt Dich gerade besonders?

Die Isolation von gesunden-, kranken- und sterbenden Menschen und die zu erwartenden Folgen für alle Beteiligten.

Ein Bibelwort, das Dir jetzt Mut macht ist:

Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
2.Tim1,7

Das wollte ich auch noch sagen:

Nachts
Die Nacht,
in der das Fürchten wohnt,
hat auch die Sterne und den Mond.
Mascha Kaléko, Lyrikerin

Was macht eigentlich - Guido Winkhardt gerade?

Bist Du zur Zeit zu Hause oder noch beruflich unterwegs?

Ich bin schon seit Mitte März im Home Office. Eigentlich kein Problem, da ich schon früher im Home Office arbeiten konnte. Mit meinem Laptop kann ich telefonieren und habe über VPN direkten Zugriff auf das Firmennetzwerk. Ich bin sehr froh darüber, dass unsere Firma diese technischen Möglichkeiten schon seit längerer Zeit anbietet.   

Was machst Du so den Tag über?

Während der Arbeitszeit sitze ich in "meinem Kellerbüro" und sehe ab und zu durch das Fenster auf rötliche Böschungssteine. Vor die Böschungssteine habe ich mir nach einer Woche Home Office zwei Spiegel unter 45° gestellt. Nun kann ich auch in den blauen Himmel schauen und hole mir manchmal Sonnenlicht ins Büro.

Was vermisst Du gerade am meisten? 

Natürlich fehlt mir der persönliche Kontakt zu meinen Kindern, Freunden und Arbeitskollegen. Das Gemeindeleben ist nahezu zum Erliegen gekommen - das ist doch schon sehr bedrückend. Gerne würde ich mal wieder nach einer Fahrradtour einfach nur in eine Gastwirtschaft "einkehren" können.

Welche Aktivitäten tun Dir in der Krisenzeit besonders gut?

Auch ich habe zu Beginn der Corona-Krise die Zwangsentschleunigung genossen. Die Vollbremsung war zu Beginn für mich heilsam. Keine festen Abendtermine mehr. Natürlich konnte ich ein paar "Bauprojekt" am Haus abschließen. Nachdem meine Tochter Julia vor 6 Wochen in unsere Hausgemeinschaft gekommen ist, habe ich unsere 3-Gemeinschaft als sehr intensiv und wertvoll empfunden. Natürlich ist solch eine enge Gemeinschaft nicht immer nur harmonisch.

Was beschäftigt Dich gerade besonders?

Als Vorsitzender der evangelischen Kirchengemeinde wurde mir natürlich sehr intensiv die Verantwortung bewusst, die wir im Kirchengemeinderat zusammen mit dem Pfarrer gemeinsam tragen. Nachdem wir die Gottesdienste Mitte März nicht mehr anbieten konnten, war es für mich sehr schmerzlich, dass wir gerade zu der Zeit, in der Menschen nach Trost und Hilfe suchen, die Kirchen schließen mussten. Es gehört für mich aber zur Verantwortung dazu, dass wir vorausschauend, besonnen, flexibel und mit Gottvertrauen auf die aktuelle Entwicklung reagieren. Daher versuche ich den Kontakt innerhalb der Gemeinde unter anderem über eine aktuelle Homepage zu organisieren. 

Ein Bibelwort, das Dir jetzt Mut macht ist:

Römer 8. 38-39
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Das wollte ich auch noch sagen:

Aus einer Krise kann man auch gestärkt heraus kommen. Vieles bekommt nun eine höhere Wertigkeit. Das persönliche Gespräch oder die Pflege von Beziehungen, die Bedeutung von bestimmten Berufsgruppen, die ...